Pressemitteilung - Kovac stellt Untersuchung der Hebammenversorgung im Ortenaukreis vor

Mehr Geburtshilfe und kürzere Wege gefordert



Pressemitteilung, Berlin 23.08.2021


Im Rahmen eines Fachgesprächs präsentierte die Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac heute die Ergebnisse der von ihr initiierten und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten „Strukturanalyse der


Hebammenversorgung im ländlich geprägten Ortenaukreis“.


Die landkreisweite Studie befragte Hebammen zu ihren Arbeitsbedingungen und ihrer beruflichen Situation. Mütter und junge Familien wurden zu ihren Erfahrungen mit Hebammenleistungen in der Ortenau interviewt.


Den Ergebnissen zufolge droht der Hebammenschaft eine dramatische Überalterung. Schon jetzt zeichnet sich zudem eine drastische Arbeitsüberlastung ab, die in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. „Ich sehe in dieser Entwicklung die große Gefahr, dass zahlreiche Hebammenleistungen nicht mehr angeboten werden können. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist es dringend notwendig, dass vermehrt Frauen oder auch Männer den Beruf der Hebamme beziehungsweise des Geburtshelfers im ländlichen Raum ausüben. Dazu müssen durch die Ausbildung und von politischer Seite entsprechende Anreize gesetzt werden.“, so Kovac.


Gerade der Ausbildungslehrgang der sogenannten Frühen Hilfe müsse noch stärker angeboten werden. Bei der Frühen Hilfe betreuen und beraten Hebammen junge Familien bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. „Familien haben über viele Jahre sehr von einer längerfristigen Betreuung durch eine Hebamme profitiert! Dieses Angebot darf nicht wegfallen.“ so Kovac.


Die Studie hat ebenfalls ergeben, dass Hebammen rund zehn Kilometer zu ihren Patientinnen hinter sich legen müssen. Werdende Mütter fahren im Schnitt circa zwanzig Kilometer, um ihr Kind zur Welt zu bringen. Für Kovac sind diese langen Wege nicht hinnehmbar. Abhilfe erhofft sie sich durch die Anschaffung eines sogenannten Storchenwagens.

„Mit einem Storchenwagen könnten Schwangere in Notsituationen begleitet von einem Arzt und einer Hebamme ins Krankenhaus gebracht werden. Die Gefahr für Mutter und Kind verringert sich dadurch massiv!“ Entsprechende Anfragen nach Fördermitteln bei Stiftungen hat Kovac bereits gestellt. Kovac weiter: „Es muss an ganzheitlichen Lösungen gearbeitet werden. Auch Rettungshubschrauber und Geburtshäuser müssen in die Überlegungen miteinbezogen werden.“

Die Studie „Strukturanalyse der Hebammenversorgung im ländlich geprägten Ortenaukreis“ wurde in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem Netzwerk für Familien & Hebammen Ortenau e.V. durchgeführt. An ihr nahmen im Zeitraum von 1. Juni bis zum 14. Juli 2019 rund 32 Hebammen und 273 Mütter und junge Familien teil.






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Pressekontakt:

Walter Schirnik



Büro Kordula Kovac MdB

Platz der Republik 1

11011 Berlin


Tel: 030 227 780-25

Fax: 030 227 700-24


Mail: kordula.kovac@bundestag.de









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